Amnesty International Themenkogruppe Religion und Menschenrechte

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Unsere Aktionen und Petitionen

Myanmar: Das ethnische Genoizid im buddhistischen Land beenden

Von Amnesty International bis Oktober 2017 ausgewertete Augenzeugenberichte, Satellitenaufnahmen sowie Videos belegen: Hunderttausende Frauen, Männer und Kinder der ethnischen Gruppe der Rohingya sind Opfer eines großangelegten und systematischen Angriffs geworden, bei dem Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen wurden. Der Bericht basiert auf den Zeugenaussagen von mehr als 120 Männern und Frauen der Rohingya sowie 30 Interviews mit medizinischem Personal, Mitarbeitern von Hilfsorganisationen in Bangladesch. Nach den Überfällen der ARSA auf Polizeistellen am 25. August begannen myanmarische Sicherheitskräfte mit lokalen Bürgerwehren, Rohingya-Dörfer im gesamten Norden des Bundesstaates Rakhine zu umstellen. In vielen Fällen wurden die fliehenden Bewohnerinnen und Bewohner von Soldatinnen und Soldaten sowie Polizistinnen und Polizisten beschossen. Hunderte Menschen wurden schwer verletzt oder getötet. Als die Familie der zwölfjährigen Fatima fluchtartig ihr Haus verließ, seien sie von hinten von Männern in Uniformen unter Beschuss genommen worden. Ihr Vater und ihre zehnjährige Schwester wurden erschossen. Amnesty International sprach mit sieben Rohingya-Frauen aus den Dörfern Min Gyi im Township Maungdaw und Kyun Pauk im Township Buthidaung. Sie wurden von Soldatinnen und Soldaten der myanmarischen Sicherheitskräfte vergewaltigt. Zuvor hatten Soldatinnen und Soldaten dort Dutzende Männer, ältere Jungen sowie einige Frauen und jüngere Kinder hingerichtet und ihre Häuser in Brand gesteckt.


Iran: Einschüchterungen und Morddrohungen gegen schiitischen Geistlichen beenden

Seit er 2017 unter Auflagen aus dem Gefängnis entlassen wurde, darf Sayed Hossein Kazemeyni Boroujerdi keine spirituellen Texte schreiben oder veröffentlichen und nicht an Treffen mit mehr als zehn Personen teilnehmen. Er darf keine Reden halten, nicht lehren. Er wird rund um die Uhr überwacht und steht de facto unter Hausarrest, erhält Einschüchterungen und Morddrohungen durch die Behörden. Ein Staatsanwalt sagte: „Wir machen uns Sorgen, dass irgendwelche Milizen kommen und Sie angreifen, verletzen oder umbringen könnten.“ Andauernde Schmerzen in Knochen und Gelenken erschweren ihm das Laufen. Schon 2006 war er zu 11 Jahren Haft verurteilt worden, weil er u.a. für die Trennung von Religion und Staat eintrat. Bitten Sie Mohammad Javad Larijani vom Hohen Rat für Menschenrechte, die Drangsalierung und Einschüchterung des Geistlichen Sayed Hossein Kazemeyni Boroujerdi zu unterbinden!


Algerien: Präsident der religiösen Gemeinschaft der Ahmadiyya zu 6 Mo. Haft verurteilt

Am 13. September 2017 wurde Mohamed Fali, der Präsident der religiösen Gemeinschaft der Ahmadiyya, vom erstinstanzlichen Gericht in Aïn Tedles zu sechs Monaten Haft auf Bewährung und einer Geldstrafe von 20.000 Algerischen Dinar (etwa 150 Euro) verurteilt. Am 13. September wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen, doch ihm droht weitere Strafverfolgung. Am 28. August wurde in Algerien Mohamed Fali, der Präsident der religiösen Gemeinschaft der Ahmadiyya, festgenommen. Er wurde am 6. Sept. 2017 wegen Anklagen, die auf der friedlichen Ausübung seines Glaubens beruhen, vor ein erstinstanzliches Gericht in Aïn Tedles gestellt. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener.


Nordkorea: kanadischer Pastor Lim im August 2017 freigelassen!

Lim Hyeon-soo ist ein 62jähriger presbyterianischer Pfarrer aus Ontario, Kanada. Er hat mehr als 100 Reisen nach Nordkorea in humanitärer Mission gemacht. Dezember 2015 wurde er verurteilt er wolle "die Regierung stürzen" und zu lebenslanger harter Arbeit ohne Bewährung. Er verbrachte die letzten zwei Jahre in Haft zwischen Arbeitslager und Krankenhaus, leidet unter Gewichtsverlust und hohem Blutdruck. Vor kurzem entwickelte sich dazu Arthritis und weil die Medizin nicht zusammen mit Mahlzeiten verabreicht wurde, leidet er unter Magenproblemen als Nebenwirkung. Seit der Inhaftierung ist Lim Hyeon-soo in der Lage, Briefe zu empfangen und zu senden und durfte so im Dezember 2016 mit seiner Familie telefonieren. Der Anruf wurde wahrscheinlich überwacht. Er drängte, die kanadische Regierung zu bitten, mit Nordkorea zu verhandeln. - Anfang August 2017 wurde er nach zweieinhalb Jahren Haft freigelassen.


Saudi-Arabien: Menschenrechtsverteidiger blickt 11 Jahren Haft entgegen

Der Menschenrechtler Issa al-Hamid wurde wegen seines friedlichen Einsatzes für die Menschenrechte vom Sonderstrafgericht in Riad zu neun Jahren Haft verurteilt. Er ist Gründungsmitglied der saudi-arabischen Organisation für bürgerliche und politische Rechte (ACPRA), einer jungen unabhängigen Menschenrechtsorganisation. Am 24. April wurde er vor dem Sonderstrafgericht SCC in Riad zu neun Jahren Haft mit anschließenden neunjährigen Reiseverbot verurteilt, u.a. wegen "Diffamierung des Rates der höchsten Religionsgelehrten". Die Anklage hängt mit Äußerungen zusammen, die im Internet unter dem Namen ACPRA zu u.a. zur Unterdrückung von Familien von gewaltlosen politischen Gefangenen durch das Innenministerium auftauchten. Im Dezember 2016 ordnete das Gericht zwei zusätzliche Haftjahre an, bis zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 11 Jahren.


Saudi-Arabien: Blogger Raif Badawi drohen drohen weitere Hiebe

Aus vertraulicher Quelle will Badawis Ehefrau Ende 2016 erfahren haben, dass ihr Mann abermals ausgepeitscht werden soll. Badawi hatte ein Online-Portal mitbegründet und Artikel veröffentlicht, in denen er für die Religionsfreiheit eintrat. Deshalb war er von der saudischen Religionspolizei verhaftet und 2014 zu zehn Jahren Gefängnis, tausend Peitschenhieben und einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Das oberste Gericht befand auch, er habe den Islam beleidigt. Das Gericht warf ihm vor, er habe Muslime, Christen, Juden und Atheisten als gleichwertig bezeichnet, was gegen ein im Jahr 2014 in Kraft getretenes Anti-Terror-Gesetz verstoße. “Badawi’s arrest today is yet another alarming setback for human rights in Saudi Arabia and demonstrates the extreme lengths to which the authorities are prepared to go in their relentless campaign to harass and intimidate human rights defenders into silent submission,” said Philip Luther, Director of the Middle East and North Africa Programme. Get the german government to pressure Saudi Arabia! Tweet your government’s official accounts (your Ministry of Foreign Affairs, or your country’s embassy in Saudi Arabia) and ask them to release Raif, Waleed and other peaceful human rights activists. Here are the Twitter accounts for some country embassies in Saudi Arabia:

EU: @EUintheGCC
Germany: @GermanyinKSA

Jemen: Willkürliche Inhaftierungen von Bahaii-Gläubigen

Drei Angehörige der Glaubensgemeinschaft der Baha'i befinden sich im Jemen willkürlich in Haft. Nach einem Jugendworkshop der Gemeinschaft der Baha'i in Sanaa wurdden Keyvan Qadari und 64 weitere Teilnehmende von maskierten und bewaffneten Angehörigen des NSB festgenommen. Nadim und Nader al-Sakkaf mussten später beim NSB erscheinen und wurden ebenfalls inhaftiert. Nader al-Sakkaf informierte seine Familie am 18. Oktober telefonisch darüber, dass er und sein Bruder vom NSB zum Politischen Sicherheitsdienst in Sanaa gebracht wurden, wo sie sich noch immer befinden.


Iran: Filmemacher und Musiker bis zu sechs Jahren Haft verurteilt

Der Filmemacher Hossein Rajabian und die Musiker Mehdi Rajabian und Yousef Emadi wurden im Zusammenhang mit ihrer künstlerischen Tätigkeit zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sie waren im April 2015 nach einem dreiminütigen Gerichtsverfahren vor dem Teheraner Revolutionsgerichts der "Beleidigung islamischer Heiligkeiten", der "Verbreitung von Propaganda gegen das System" sowie der "Ausübung illegaler audiovisueller Tätigkeiten" für schuldig befunden, u.a. ein Spielfilm über das Recht auf Scheidung für iranische Frauen. Mehdi Rajabians Urteil wurde im März 2016 bei der Berufung vom Islamischen Revolutionsgericht auf drei Jahre Haftstrafe geändert.


Iran must release all prisoners of conscience!

Anyone, like Pastor Behnam Irani, held in Iran solely for the peaceful exercise of their human rights should immediately and unconditionally be released. About 61 of the 90 people who were in prison, were being held in section 350 of Tehran’s Evin Prison. Among the prisoners of conscience who remain incarcerated are: trade unionists Reza Shahabi and Shahrokh Zamani; lawyers Nasrin Sotoudeh, Abdolfattah Soltani, and Mohammad Seyfzadeh; Behnam Irani, a Christian pastor; Sa’id Metinpour, a member of the Azerbaijani minority who has called for greater cultural and linguistic rights for his community; and Nooshin Khadem, a member of the Baha’i religious minority.


Vietnam: Reporter ohne Grenzen fordert Freilassung für den katholischen Blogger Nguyen Van LY

Der katholische Priester Nguyen Van Ly ist ein engagierter Verfechter der Demokratie. Er setzt sich seit den 1970er Jahren gewaltlos für die Achtung der Menschenrechte, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Religionsfreiheit ein. Bislang hat er deswegen etwa 17 Jahre in Haft verbracht. Bereits am 30. März 2007 wurde Nguyen Van Ly in einem unfairen Gerichtsverfahren zu 8 Jahren Haft wegen "Propaganda gegen die Regierung der Sozialistischen Republik Vietnams" nach Artikel 88 des Strafgesetzbuchs verurteilt. Seine Haftstrafe wurde jedoch im März 2010 wegen Krankheit für 12 Monate ausgesetzt. Im Juli 2011 wurde der 72jährige Priester trotz seines schlechten Gesundheitszustands ins Gefängnis zurückverlegt. Seit Juli 2011 ist Ly erneut inhaftiert. Missio startete 2016 eine neue Aktion für seine Freilassung.

Unsere Aktionen für den 72jährigen Nguyen Van Ly dauern an.

Hintergrund:

Saudi-Arabien: 8 Jahre Haft wegen Abfall vom Glauben

Der Poet und palästinensische Künstler Ashraf Fayadh ist im Feb. 2016 wegen Abfalls vom Glauben (Apostasie) in Saudi-Arabien final zu 8 Jahren Haft verurteilt worden. Amnesty International betrachtet Ashraf Fayadh als gewaltlosen politischen Gefangenen und fordert seine sofortige Freilassung. Am 1. Januar 2014 wurde er erneut in Haft genommen und der Apostasie angeklagt, weil er die Religion in Frage gestellt und mit seinen Gedichten atheistisches Gedankengut verbreitet haben soll. Man stellte ihn außerdem wegen Verstoßes gegen Paragraf 6 des Gesetzes gegen Computerkriminalität unter Anklage, weil er Fotos von Frauen gemacht und auf seinem Mobiltelefon gespeichert haben soll. Am 30. April 2014 verurteilte ihn das Gericht wegen der Anklagen im Zusammenhang mit Frauenfotos auf seinem Mobiltelefon zu vier Jahren Haft und 800 Stockschlägen. Es befand die von Ashraf Fayadh zum Ausdruck gebrachte Reue in Bezug auf die Anklage der Apostasie für ausreichend. Das Berufungsgericht empfahl jedoch, ihn trotzdem zu verurteilen und verwies den Fall zurück an das Allgemeine Gericht in Abha. Dieses fällte am 17. November 2015 das Todesurteil gegen Ashraf Fayadh. Ein Gericht in Saudi-Arabien hat das Todesurteil im Februar 2016 umgewandelt. Er wurde stattdessen zu acht Jahren Gefängnisstrafe und 800 Stockhieben verurteilt. Das Gericht in Abha im Südwesten von Saudi Arabien hat Ashraf Fayadh ebenfalls angewiesen, in den staatlichen Medien öffentlich seine Reue zu bekunden. Das Gericht hatte in seinem ursprünglichen Urteil vier Jahre Haft und 800 Stockschläge gegen den Poeten verhängt, dieses Urteil zwischenzeitlich auf Empfehlung eines Berufungsgerichts in ein Todesurteil umgewandelt und empfohlen, ihn wegen Abfalls vom Glauben zu verurteilen.

Er hatte während der Haft und im Gerichtsverfahrens keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand. Schreiben Sie Briefe für seine unverzügliche Freilassung:


Deutschland: Kein 'falsches' religiöses Bekenntnis

Amnesty betrachtet mit Sorge die Entwicklungen der jüngsten Jahre bezüglich des Verständnisses von Religionen und Menschenrechten und ihrer vielfältigen Bezüge. Menschenrechtsverletzungen wegen "falschen" religiösen Bekenntnisses werden einerseits häufiger; andererseits ist zu beobachten, dass Religionen und deren Anhänger stereotypisiert und zunehmend pauschal als nicht mit den Menschenrechten vereinbar oder nicht menschenrechtsfreundlich eingestuft werden.


Nordkorea: Ende der Christenverfolgung gefordert

Hongkong: “Leaving behind a Bible in a hotel room, whether by accident or by design, should never amount to a criminal offence,” said Roseann Rife, East Asia Research Director at Amnesty International. North Korean authorities must release all those detained solely for their religious beliefs, said Amnesty International, following reports that an American tourist has been arrested after he left a Bible at a hotel.

Reports of the latest arrest comes days after a South Korean missionary was sentenced to hard labour for life. Kim Jong-uk was convicted of spying and setting up an underground church, KCNA reported on Saturday. According to the UN Commission of Inquiry on Human Rights in North Korea, countless numbers of nationals and foreigners have been severely punished as a result of their attempt to practice their religious beliefs. All those detained solely for their religious or other conscientiously held beliefs in North Korea must be immediately and unconditionally released.


Nigeria: Angriffe von Boko-Haram-Kämpfern

Satelitenaufnahmen der beiden benachbarten Städte Baga und Doron Baga zeigen die verheerenden Auswirkungen der Angriffe, bei denen mehr als 3.700 Gebäude beschädigt oder vollständig zerstört wurden. Nach dem Angriff auf Baga erzählten ZeugInnen, wie Boko Haram in den Busch vordrang, um Frauen, Kinder und ältere Leute zusammenzutreiben, die geflüchtet waren. Eine Frau, die vier Tage lang festgehalten wurde, berichtet: "Boko Haram hat etwa 300 Frauen in einer Schule in Baga festgehalten. Nach vier Tagen haben sie ältere Frauen, Mütter und die meisten Kinder freigelassen, die jüngeren Frauen haben sie jedoch dort behalten." Amnesty International forderte Boko Haram auf, das Töten von Zivilpersonen sofort zu stoppen. Boko Haram ist bekannt für die Ermordung von Christen und Muslimen in Nigeria.


"Islamischer Staat": Jesidische Frauen - Der Hölle entkommen

Hunderte Jesidinnen sind im Irak entführt und dann gefoltert, vergewaltigt und zwangsverheiratet worden. Viele der Opfer seien als "Geschenke" an islamistische Kämpfer weitergegeben oder als Sklavinnen verkauft worden. Der Bericht "Escape from hell - Torture, sexual slavery in Islamic State captivity in Iraq" enthüllt die grauenhaften Qualen, die Hunderte, wenn nicht gar Tausende jesidische Frauen und Mädchen erdulden mussten: Sie wurden zwangsverheiratet, in die Sklaverei verkauft oder IS-Kämpfern und Anhängern "geschenkt". Häufig wurden die Gefangenen auch gezwungen, zum Islam zu konvertieren. Die Frauen und Mädchen gehören zu den Tausenden von Jesiden aus der Sinjar-Region im Nordwesten des Irak, die einer Welle der ethnischen Säuberung durch den "Islamischen Staat" seit August 2014 zum Opfer fielen. Ziel der IS-Kämpfer war und ist es, ethnische und religiöse Minderheiten auszulöschen.


Pakistan: Todesurteil gegen die Christin Asia Bibi ausgesetzt

Das höchste pakistanische Gericht hat die gegen die Christin Asia Bibi verhängte Todesstrafe in einem Beschluss vom 22. Juli 2015 ausgesetzt. Die Richter ordneten eine neue Anhörung an. Bibi rief den Obersten Gerichtshof Pakistans an. Sie saß seit November 2010 im Todestrakt, nachdem sie in der Provinz Punjab zum Tod durch den Strang verurteilt wurde. 25 Muslimische Geistliche im Gerichtssaal bejubelten Mitte Oktober 2014 die Ablehnung von Bibis Berufungsantrag gegen ihre Hinrichtung. Amnesty International fordert die sofortige Freilassung der Frau. "Asia Bibi hätte niemals verurteilt werden dürfen, schon gar nicht zum Tode", erklärte Amnesty-Experte David Griffiths. "Die Tatsache, dass sie für einen Streit um Wasser mit ihrem Leben bezahlen könnte, ist widerwärtig." In westlichen Staaten löste das Urteil Empörung aus.

Die vage Formulierung der Blasphemie-Gesetze zusammen mit mangelhaften Untersuchungen der Behörden und den Einschüchterungen durch militante religiöse Gruppen haben in Pakistan ein gefährliches Klima der Angst und Selbstjustiz geschaffen. "Sogar der Rat der Islamischen Ideologie, ein Verfassungsorgan, das den Staat in islamischen Dingen berät, hat 2010 aufgrund dieser Bedenken eine Überarbeitung der Gesetze gefordert", sagte der damalige Londoner Asien-Researcher Sam Zafiri.


Saudi-Arabien: Blogger drohen 1000 Peitschenhiebe und 10 Jahre Haft

Herr Raif Badawi, geboren 1982, wurde im Mai 2014 vom Strafgericht in Jeddah wegen der Gründung und Verwaltung der Website der "Saudi-Arabischen Liberalen" und Beleidigung des Islam zu zehn Jahren Haft, 1.000 Peitschenhieben und einer Geldstrafe von einer Million Saudi-Rial verurteilt. Das Gericht warf ihm vor, er habe Muslime, Christen, Juden und Atheisten als gleichwertig bezeichnet. Sein Anwalt Waleed Abu al-Khair sitzt aktuell selbst im Gefängnis wegen seines friedlichen Engagements für eine lokale Menschenrechtsorganisation. Raif Badawi befindet sich seit Mitte 2012 in einem Gefängnis in Jeddah (Bezirk Briman) in Untersuchungshaft. Er war zunächst der „Apostasie“ verdächtigt worden, einem Straftatbestand, für den in Saudi-Arabien die Todesstrafe verhängt werden kann. Dieser Vorwurf wurde zuletzt ersetzt durch "Beleidigung des Islam". Er ist nach Amnesty International ein gewaltloser politischer Gefangener, der nur wegen der friedlichen Wahrnehmung seines Rechts auf Meinungsfreiheit verurteilt wurde.


Honduras: Radio Progreso- Jesuiten werden bedroht

Am Abend des 11. April 2014 fand man Carlos Mejía mit zahlreichen Stichwunden tot in der Gemeinde El Progreso im Departamento Yoro. Nach dem Staatsstreich in Honduras 2009 und zahlreichen Vorfällen von Einschüchterungen wurde 18 Mitarbeitern von Radio Progreso Schutzmaßnahmen von der interamerikanischen Kommission für Menschenrechte (IACHR) bewilligt. Doch die Behörden haben keine der vielen Drohungen bisher untersucht.


Stoppt die Gewalt gegen die koptische Bevölkerung in Ägypten!

2013 und 2014 kam es in ganz Ägypten zu einer beispiellosen Welle religiös motivierter Gewalt. Landesweit wurden christliche Einrichtungen von wütenden Menschenmengen angegriffen. Die Regierung versäumte es, die Einrichtungen vor den vorhersehbaren Angriffen zu schützen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Setzen Sie dagegen ein Zeichen und beteiligen Sie sich an unserer Aktion: "Sehr geehrter Herr Präsident, ich bin sehr besorgt über die große Zahl gewaltsamer Übergriffe durch wütende Menschenmengen gegen koptische Christen und christliche Einrichtungen und Gebetshäuser in Ihrem Land...Restriktive Gesetze, die den Bau und die Instandhaltung von Kirchen unter den Vorbehalt der Zustimmung des Präsidenten stellen, behindern auch die Reparatur der beschädigten und zerstörten Kirchen."


Indonesien: Aufhebung der Blasphemie-Anklage gegen den Schiiten-Anführer Tajul Muluk

Im Zusammenhang mit dem Angriff auf das schiitische Dorf Nangkrenang, Sampang, Insel Madura, Ende Dezember 2011 wurde die Dorfgemeinschaft vertrieben. Die meisten der Vertriebenen kehrten wenig später zurück, bis auf den Anführer Tajul Muluk, der am 16. März 2012 wegen Blasphemie und "aufrührerischer Aktionen" angeklagt und wenige Monate später zu 2 Jahren Haft verurteilt wurde. Ein Berufungsgericht erhöhte sein Strafmaß im September 2012 auf 4 Jahre.
Amnesty International sieht Tajul Muluk als gewaltlosen politischen Gefangenen an, der nur wegen seines Glaubens und wegen friedlicher Ausübung seiner Religion angeklagt und inhaftiert wurde!
Setzen Sie sich für die Freilassung von Tajul Muluk und für den Schutz der schiitischen Bevölkerung vor weiteren Übergriffen ein!

Appellbriefe an den Generalinspektor der Polizei Ost-Javas und an den Leiter der Provinzverwaltung Ost-Javas für Justiz und Menschenrechte in Englisch und Deutsch finden Sie hier:

Appellbrief Tajul Muluk Englisch\\

Appellbrief Tajul Muluk Deutsch

Achtung, noch ein wichtiger Hinweis: Es sind zwei Appellbriefe an zwei verschiedene Adressen, bitte verschicken Sie beide.

Unsere Briefaktion für Tajul Muluk startete 2012 und dauert bis auf Widerruf!

Hintergrund:

'''Bericht Human Rights Watch


Iran: Sieben Mitglieder der Baha'i-Gemeinde im lran zu 20 Jahren Haft verurteilt

Petition Bahaii Iran
Wir möchten deshalb auf diese fremde Aktion im Zusammenhang mit den Bahá'í hinweisen: Can you solve this? Auf http://www.can-you-solve-this.org kann man sich für Menschen im Iran einsetzen, denen z.T. nicht nur ihr Recht auf Bildung, sondern auch ihre Freiheit genommen wurde. Für sie kann man dort durch Briefe an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, UN-Menschenrechtsbeauftragte Navanethem Pillay und den Bundesaußenminister tätig werden.

Versuche, den mit Studienverbot belegten Personen Bildung außerhalb des staatlichen Systems zukommen zu lassen, werden ebenfalls unterdrückt. So wurden im Mai 2011 19 Bahá'í (Angehörige einer verfolgten religiösen Minderheit, siehe unsere Petition) verhaftet, weil sie in Bahá'í-Bildungseinrichtungen tätig waren. 11 von ihnen wurden wegen ihrer Unterstützung des "Bahá'í Institute for Higher Education" wegen "Verschwörung gegen die nationale Sicherheit" angeklagt und befinden sich noch in Haft.

Hintergrund:

amnesty IRAN-Kogruppe


Petitionen